![]() Bei meiner mittaglichen Reise durch das frühlingshafte Berlin, wandte ich meine Gedanken den vorbeirauschenden Bäumen und Bürgern dieser Stadt zu. Ich fragte mich wieviele von ihnen wohl gerade Poree gekauft hatten und sich dabei wieder einmal maßlos überschätzt hatten. |
![]() Plötzlich fiel mir etwas siedenheiß ein, ich wusste nicht direkt was, aber ich war wie ein getriebener in diesen Tagen der arglistigen Kumpanei. Ich musste unbedigt raus hier. |
![]() Also machte ich mich auf, striff mir mein Fledermausartiges Jacket über und wandelte durch die Straßen. Goldgelb strahlten die Häuserfassaden in ihrem technokratisch trotzigem Fundament, als die Stadt sichtlich müde wurde. |
![]() Wie schwarze Seide aus edelstem Zwirn umwob mich die Magie der Stadt. Ich lebte diese Fügung, nachdem ich bereits die ganze Nacht scheinbar ziellos umherirrte. Doch stehts mit Erhabenheit im Sinn. |
![]() Die Sonne jedoch zwang mich, mit ihrem immerwährenden gelblich wabernden Gemüte, aus diesem schwarzen Stoffe und führte mich in unwirkliche Gefilde. Vorbei an Häusern, Autos und Ampeln. Lockere Gebärden durchfuhren diese Schwellen einer lebendigen Stadt. Die kryptischen Stacheln zogen sich allmählich zurück. Dieser Weg war mir nicht mehr länger selbstbestimmt und dennoch war er mein. |
![]() Ich war eins mit Land und Leuten. Gleitend, auf diesen leichten Wegen war mein Körper eine Leinwand, auf der die Welt in bunten Farben ihre brennensten Fragen strich. Als ich mich wieder umsah, beflügelt von dem schweifenden Bewusstsein das mich umgab, wusste ich... Ich war in Pakistan. |
![]() Meine Bestimmung führte mich in den Untergrund, wo ich die Musik wiederfand. Ich schnappte mir einen Becher und began mein neues Leben als stummer Musiker. Mein Heim war die Stadt und ihre nie sterbenden Straßen und Bewohner. Ich war wieder jung. |
![]() Das Leben mit dem Becher führte mich ins Licht... und da stand sie. Einsam und stark. Bunt und unerreichbar. Und mein Becher, der blieb leer. |
![]() Die neue Offenheit, die mein Lehrer war, ließ mich gewandt und elegant erscheinen, als ich sie wundersam vom Glimmstengel befreite. Entzücken schwang durch die Lüfte in diesen nahen Sommertagen. |
![]() Ein Augenblick der Geselligkeit. Zwei Seelen die sich finden und doch weiterziehen. Das Leben zog mich weiter, zurück in den Untergrund. Und ist der Moment doch so schön, er wär nichts wert würd er nicht zuende gehen. |
![]() Mein Blick suchte schwelgend die Ferne, doch etwas zog und hielt mich noch. Ein lieber Arm, so hoffnungsvoll, doch mir so fremd. Ich musste fort. Ich musste leben und erleben... |
![]() Der Untergrund hatte mich wieder, mit allen seinen dunklen Kreaturen, hervorgebracht und ernährt durch diese ewige Stadt der Nacht. Lieblich blinkend im tiefsten Sturm, jugendlich, fast unbedacht. Ich bin und war ein Zauberer vor meiner Weltentracht. |
![]() Ein Blick der mich von hinten drängt, der unbemerkt mich so durchbohrt und hinterrücks und fragend sticht. Entäuschung auf der unsichtbaren Seite. Hör ichs oder seh ichs noch? Ein Stich dringt durch die nicht begreifbar Dinge, überwindet jene fremden Mauern. Grenzen dieser Einsamkeit. |
![]() Ich lebe das Grün. Bin Teil der neuen Fröhlichkeit. Erkenne Dinge und nun auch lache. Wie als das ich das Rasierwasser vergaß. Aufgehoben, angehoben, Teil der neuen Nichtigkeit. |
![]() Bin nun reisend, mich begleitend. Such das unfindbare, jenseits meiner Welt. Bin wissbegierig und jung im Geiste, will nicht Stub um Stub von innen sehn. So Welt, zeig Dein Geschmeide! |
Und Veränderung schlug mich so allerortens, prügelte schleichend mir aufs Gemüt. So kam ich rum, bereiste Hügel, Länder, Berge, Seen und hatte stehts dies eine Verlangen. Ein Arm der sich ins unerreichbare erhebt. |
Kurze Freuden, neues Glück. In der grünen, wilden Ferne, fand ich neues, unvergleichlich Geschick. So war mein Leben jenes Leben, Brückenbreakdance, rustikal, gefährlich und entrückt der alten Normen. Doch war es sinnlich ungeschickt? |
![]() Jähes Ende einer Reise. Fand weder Antwort noch die Wahrheit. Nur fort und fort die weitre Frage, was uns drängt und hier so lenkt. |
![]() Wiedersehen. Längst vergessene Bilder drangen königlich und sorgsam, sphärengleich der Sonne lächelndes Gemüt, mit bestialisch Gewühl, in mein innerstes Gefühl. |
![]() Die Stadt hatte mich wieder. Reifer und gesünder als zuvor. Zweisamkeit, die sich von vorne streckt. Tänzelnd und auch unbefleckt. |
![]() Synchronität der Eintracht. Concordia gar sorgsam wacht. Kulturell und schwer an Zufriedenheit, verschönt die Zeit uns das Geleit. |
![]() Reisende moderner Zeiten, die sich winden unter warmer Hand und kriechend dem entgegenstreben, was man hier und allerortens, hat Glückseeligkeit genannt. |
Zwietracht säht Discordia aus ihren sicheren boshaft Höhen. Streut sie achtsam und verachtend zwischen enge Bande hin. |
![]() Vergangen all der jugendliche Übermuht. All die Leichtigkeit, der siedend Sinn. Unbedarft, in jenen Tagen, scheint nur wie ein blasser Traum. Scheint wie nie geschehen, wie ein fremder Teil der stetig sticht und doch, ach so sorgsam mir verbunden ist. |
So bleibt die Landschaft, die Dich
behütet. Die Dich beschützt und auch beschenkt.
Wenn Du ihr sanft den Geiste
öffnest, weiß um so manchen Weg, der Dein Gefühl in
ungeahnte Höhen hebt und jenes heilig leicht umschwebt.
So bleibt die Landschaft, lehrt
Dich fühlen, Dein innerstes, die Zwischenwelten.
Denn auch wenn es so
verdrießlich klingt. Die Logik ist ein garstig Kind.
So steh ich hoffend und erwartend.
Aufdass ein neuer Lenz die müden Glieder wieder streckt.
Wohlan... es gibt soviel zu lernen. |