Seit dem 08.01.2009 bin ich in Schweden.
Aber erst seit dem 19.01.2009 wohne ich in Grimslöv, in einem Studentenwohnheim der Volkshochschule hier.
Dies war auch der erste Arbeitstag für mich im Nätverket SIP.

Aber nun....

Hinfort mit diesem Alltagsgedusel, das ohnehin langweilig ist und Niemanden interessiert.

Gewarnt wird nur von den außergewöhnlichen Tagen, die es auch stolz nach Aussen tragen.

Wohlan.
Es war die Kulturnacht in der Stadt. Kulturnatten genannt.
Überall war etwas los, verschiedenermaßen versteht sich. So ging ich los in Dunkelheit und Finsternis.
Es war ein himlisch schöner Weg. So gelangte ich gar nah ans Zentrum und schob mich langsam auch hinein.
Ich hatte dort ein Gebäude im engeren Sinn... hin und her... und so war ich dann dort. Die Konsthallen.
Drinnen war es geschäftig und leicht erregt strömten und gewannen die Leute durch die Räume ihre neue Leidenschaft.
Dann war es soweit. Der Grund für meinen Besuch bereitete die Räume, die Pulte und auch die Träume.
Kabelgewirr und undefinierbare technische Schalter, Drehknöpfe und Betätigungsmechanismen bevölkerten reich den Tisch des Untergangs.
Ein inszeniertes Schlachtfeld. Gewollt groteskt und roh. Ohne beschönende Verkleidung. Nur der Nutzen, nur der Zweck.
Bestelltes Chaos.

Und es rollt an. Die Boxen dröhnen als die beiden Intelektuellen die Räume bunt beheizen.
Einige ergreifen die Flucht, andere scheinen trotzig auszuharren. Nur um zu erleben ob dort denn noch so etwas wie Musik zum Vorschein kommen würde.
Doch Stögeräusch reiht sich an Störgeräusch. In einer bunten Vielfalt singen und besingen sie die Leiden und das Leben.
Zufällig entstehen sie und zufällig rollt auch die Stimme des zweiten Protagonisten immer wieder, monoton mit eingängigen schwedischen Einzeilern durch die Köpfe
und verschmilzt dort mit jenem stechendem Rauschen, das wellenhaft sich um sich dreht.
Das Publikum besucht nun aus der Ferne. Der Mikrofon-Intellektuelle lacht.
Als die Wellen härter werden und auch das Innerste nach Aussen tragen, gehe auch ich.
Dies sind wahrlich Künstler die ihr Handwerk verstehen.
Dadaistische Elektronik.

Eine Kostprobe: Realität gestört
[Bitte auf die Realität klicken zum download.]


Metallen klingt ein Drang. Unüberschaubar ist es Nacht.
Kurze Klänge reihen sich warm an warm.
Der Wind ist mein Mantel und der Regen mein Kind.
Die Schritte sparen sich keine Mühen auf.
Es geht daran.
Schreiend beginnt die neue Zeit. Unfaltsam bunt und abgespreitzt.
So fährt ein Singen hoch hinauf und stürzt dann kreischend stolz herab.
Der Finger sich zum Stützen streckt.
Ein schwarzer Vogel rauscht den Reigen.
Doch nichts, nein nichts wird das ihm nützen.
Schau hinauf.

Ich wandle so herum. In einigen Straßen, die langwärts führen.
Sie tragen mich fort und kommen nie an. Doch Tag für Tag, gewöhn ich mich daran.
Und sie führen mich und sind mein Heim. Sie zeigen mir, Du bist nicht allein.

Ein Heim deutet...

Ein zweiter Stein fällt still anheim
Einig sind sich dieser Wälder
Und heischend zieht ein Band die Nacht


Eine Reise... am helligten Tage.
Auf den südlichen Wegen
14.02.2009 - Nähere Umgebung


Es war noch früh und ich beschloß zu wandern, flandern.

Ein Haus das kroch



Eine Straße die nach neuem roch... entlang, entlang. Den neuen Spuren.
Auf auf zu weißen Ufern.



Ein Meer aus weißem Schneegeflecht. Die Steppe der Moderne ist erwacht.



Einen Katzensprung von Eisestal. Ein Monument das Nachts erstrahlt.



In den nahen Wäldern und in Häusern...




Und leise knirscht der Waldesgott. Sein Gold, das lacht...



So schiebt sich westwärts was sich grämt. Ein reisen, reisendes Zelt es blieb.
Ein Anwesen nach Osten trieb.



Streng genommen und noch strenger, behütet aus der Freiheit Tränke.



Der Weg zurück, er scheint in heller Pracht. Er spricht in einem glühend Gesang. Ohne Bedauern, ohne Scheinvorhang.



Erneut ein Heim das unserer lacht. Still behütend wacht.



Was sich nicht zeigt wird nun benannt.


Die Reise ist zurückgekehrt. Ihr Ursprung ist darin erwacht.


Die zweite Stadt...
Die Schweden sind ein Wandervolk. Sie gehen hier und laufen dort.
Und allerortens läuft man gegen. Die Sonne günstigt dieses Leben.

Auf zwei gespaltenen Wegen
15.02.2009 - Växjö Stadt; Schloß Teleborg, im selbigen Stadtteil und Umgebung.

Es begann dort wo es auch endet. Inmitten trauter Einigkeit.
Ein Wissenschatz im heißen Grunde, versteckt und frei, offenbart zugleich.



Da! Durch die Gassen unserer Zeiten, führt mich dieser Fädelweg, er bleibt.
Zur zwei.



Doch sieh, die Wege führten mich zu Tannen. Fort von der heißen Tändelei.



Auf diesen Wegen ging ich schneller und sah und spähte jede Saat. So eifrig wollen sie empfangen...



Voran! Ein gewaltig Mauertum hebt und streckt sich aus der Ferne.



Wo einst Könige und deren Damen standen...
Ein verbotener Blick, zu nah, zu nah.


Seh, ob ich mich nahen kann. Ein farbig Sturm naht fern heran.



Ich bin so nah und seh das Ziel. Doch Stürme nahen hart heran.
Ein Eisenmeer das sticht und hagelt. Die Tür...



Es folgen mir der Ahnen Schützen. Sie stützen mich und treiben an.
Doch an der äußeren rechten Spitze, da wacht er schon und greifet an.



So schlägt es mich und führt hinunter. Ganz ohne Eil und ohne Furcht. Denn hinter mir da stehen die Schützen, in gräbengrün heraufgewacht.


Erneut schlägt es mich auf den Boden. Der Kleinen Dinge zugeneigt.
Zu sehen wie sie funktionieren und staunend dann anheim zu stehen.



Einzig ist noch nicht allein.



Es strebt...


Gar nüchtern lebt.

22.03.09
Anmeldung für den Midnight Sun Marathon in Tromso Norwegen ist erfolgt.
http://www.msm.no/index.php?language=en
Nun heisst es trainieren.


Die Sonne des Nordens
28.03.09 - Göteborg
Als tanzend, säumend sich begibt. Die Abendsonne säuselnd spricht.
Ein Weg gezeugt der neuen Wege.

Es zieht mich los. Die Zeit sie rinnt. Die Abendsonne leiser spricht.


Ein Reise durch die rollenden Straßen. Die Abendsonne leiht ihnen ihr schönstes Kleid.



Am Hafen liegt die Sonne flach. Fegt sanft und liebkosend übers Meer bis hin zu Dir. Sehnsuchtsschwer.



Sorgsam nährt sich jeder Raum und mit ihm auch sein Lebenstraum. Die letzten Strahlen sind dir Freund.




Ein Ruf aus fernen Zeiten. Die Reise zwingt mich sehnend näher.



Ein letzer Blick streift dieses warme Tuch, das mich samtsacht umhüllt. Ein letzter Blick zurück. Ein leises flüstern langsam bricht.



Es streben auf die Nachtgestallten. Zwielichtig und fabelhaft. Sie nähren unseren Mystiksaft.




Nun ist es stumm, das Flüstern verhallt. Die Stadt liegt in sich ruhend da. Ein süßer, samt'ner Seidenschlaf.

Ein Traum stirbt nie, ist er gar wohlgenährt.


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